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Willkommen bei den Grünen Kanton St. Gallen
Archiv der Jahre 2009 und 2010
Mitteilungen der GRÜNEN prowil
Damit Wil nicht verliert
In Wil werden auch ohne Fusion mit Bronschhofen Mehrausgaben unumgänglich sein. Bereits beschlossen sind die Ausgaben für das Bergholz und die Massnahmen zur Bereinigung der strukturellen Defizits des Staatshaushalts ab 2014. Für das Bergholz rechnet Wil mit 5 Steuerprozenten und bei den Lastenverschiebungen des Kantons auf die Gemeinden sind es nochmals 5 Steuerprozente. Diese Mehrausgaben müssen mit Steuererhöhungen oder Einsparungen finanziert werden - beides äusserst schwierige Unterfangen. Jetzt soll nach dem Willen der Wiler Regierungsparteien noch ein Prestigeprojekt, die Fusion mit dem steuerschwachen Bronschhofen dazu kommen (auch das eine Lastenverschiebung vom Kanton auf Wil!). Ist der Startbetrag des Kantons aufgebraucht und stattet man Bronschhofen mit den gleichen Leistungen aus wie Wil, sind weitere massive Steuerfusserhöhungen unumgänglich (der Kanton finanziert keine Leistungsanpassungen!). Dass die Fusionsbefürworter das Thema Steuererhöhung meiden wie der Teufel das Weihwasser versteht sich von selbst. Ihre Argumente beschränken sich auf Worthülsen wie Wil wird grösser, mächtiger oder wir gehören zusammen... Es bleibt ihnen auch nicht viel anderes übrig, denn ihr Hauptargument Wil bringt Geld und Bronschhofen das Land hat sich in Luft aufgelöst. Der Stadtrat musste in einer Interpellationsantwort eingestehen, dass Bronschhofen nicht über mehr Landreserven verfügt als Wil.
Damit Wil nach der Abstimmung zur Fusion nicht mit einem Kater erwacht, empfehle ich ein Nein zur Fusion mit Bronschhofen. So wird der Weg frei für Nachverhandlungen mit der Forderung, dass die Wiler Interessen angemessen berücksichtigt werden.
Guido Wick
Viele Gründe für ein NEIN zum Gemeindevereinigungsbeschluss am 3. Juli
- Wil verliert und nur Bronschhofen profitiert
- Bronschhofen nicht wirklich an Wil sondern nur an deren tiefen Steuerfuss Interesse hat
- Wil nicht die Zeche für frühere (Fehl-)Entscheide in Bronschhofen zahlen soll
- WilerInnen massiv höhere Steuern zahlen werden müssen, um Broschhofen zu entlasten und die Leistungsniveauanpassungen zu finanzieren
- die Aufteilung in zwei Wahlkreise dazu führt, dass Kleinparteien, unabhängige Gruppierungen und Jungparteien künftig nicht mehr im Parlament vertreten sein werden
- Wil mit den Technischen Betrieben der neuen Gemeinde ein millionenschweres Unternehmen einbringt, Bronschhofen ihre Strom- und Wasserkorporationen aber nicht in die TBW eingliedern
- WilerInnen als Kunden der TBW auch nach der Fusion mehr an die Gemeinschaft bezahlen (Gewinnabgaben der TBW an den Stadthaushalt von rund 7 Steuerprozenten)- die jedoch BronschhoferInnen nichts
- Wil Leistungen für Vereine, Kultur, ÖV, Kinderbetreuung usw. kürzen muss, weil zusätzliche Steuererhöhungen keine Mehrheit finden werden
- Bronschhofen viele Wiler Standards nicht übernehmen will
- Wiler Kinder in Bronschhofer Schulen weniger Betreuungsleistungen erhalten
- auch nach der Fusion nur Schülerinnen vom ehemaligen Stadtgebiet Wil am Kathi beschult werden dürfen
- das Kathi - wenn es nach den Behörden geht - nach der Fusion nicht mehr in der heutigen Form existieren wird
- der Konstituierungsrat unfair zusammengesetzt ist: Er besteht nur aus Exekutivmitgliedern, wobei Bronschhofen gleichviel bestimmen kann wie Wil (bei nur 4539 EinwohnerInnen)
- es unsinnig ist, hundertausende Franken für ein neues Wappen auszugeben
- sich Bronschhofen Wil anschliessen sollte, und nicht umgekehrt
- es ein ausgewogenes Verhandlungsergebnis braucht.
Detaillierte Argumente finden Sie hier.
GRÜNE prowil beschliessen NEIN-Parole zur Gemeindevereinigung
Nach einer intensiven Diskussion haben die Mitglieder der GRÜNEN prowil die Nein-Parole zur Vorlage zur Gemeindevereinigung mit Bronschhofen beschlossen. Obwohl die meisten Anwesenden ein Zusammengehen der beiden Gemeinden grundsätzlich befürworteten überwogen die Bedenken, dass die Zeit dazu noch nicht reif sei und zuerst auch seitens Bronschhofen wesentliche Schritte für eine konstruktive Zusammenarbeit getätigt werden müssten. Insbesondere ist absehbar, dass ein Zusammengehen der Gemeinde Wil vor allem die (Alt-)Lasten von Bronschhofen aufbürden würde. Durch den dadurch entstehenden finanziellen Druck würden wichtige Errungenschaften z.B. im Bereich öffentlicher Verkehr und Tagesstrukturen in Gefahr geraten. (s. auch Beitrag auf INFOWILPLUS zur Hauptversammlung).
Vorstand GRÜNE prowil
GRÜNE prowil gegen das überrissene Bergholzprojekt
Der Vorstand der GRÜNEN prowil beschliesst die NEIN-Parole für den Baukredit zum Bergholz von brutto 57,5 Millionen Franken. Dies vor allem aus finanziellen, aber auch aus ökologischen Gründen. Bei einer Annahme der Vorlage müssten die Steuern für die Dauer einer ganzen Generation deutlich erhöht werden. Die Steuer-Abstimmung des vergangenen Jahres hat hingegen gezeigt, dass das Stimmvolk wie auch zahlreiche Befürworter des Bergholzprojektes nicht bereit sind, grosse Steuererhöhungen in Wil zu akzeptieren. Es ist zu erwarten, dass neben einer Erhöhung der Steuern Mittel in anderen Bereichen massiv gekürzt werden. Die GRÜNEN prowil sind nicht bereit, bei einem solchen Spiel mitzumachen. Es ist abzusehen, dass wichtige Projekte z.B. im Bereich Stadtentwicklung, Kultur, Schulen und Kinderbetreuung oder öffentlicher Verkehr durch diese Verknappung der Mittel gefährdet würden.
Die Ökologie des Baus wurde vor allem in zwei Punkten missachtet - so ist einerseits nicht klar, wie die Besucher möglichst umweltverträglich und auch quartierverträglich zum Sportpark kommen sollen, und andererseits wird durch das geheizte Aussenbad das ganze Jahr hindurch sinnlos Energie verschwendet.
Wir sind für die notwendige Sanierung und moderate Ausbauarbeiten. Auch ein Hallenbad wäre in Wil nicht zu verachten, wenn die dazu erforderlichen finanziellen Mittel durch Kanton, Gemeinden und das Stimmvolk ohne wenn und aber zur Verfügung gestellt würden. Aber die vorgelegte Lösung ist unseres Erachtens mindestens eine Schuhnummer zu gross für unsere Stadt und deren finanziellen Möglichkeiten. Bei Ablehnung der Vorlage muss schnellstmöglich ein redimensioniertes Projekt stufenweise gebaut werden. Eine angemessene finanzielle Einbindung der umliegenden Gemeinden ist dabei unabdingbar, da ein solches regionales Projekt von allen Haupt-Nutzern und nicht nur von der Stadt Wil getragen werden muss.
Vorstand GRÜNE prowil
Hauptversammlung der Grünen prowil, 25.3.2010
An der diesjährigen Hauptversammlung haben die Grünen prowil auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurückgeblickt. Insbesondere im Bereich Entwicklung des Langsamverkehrs wurden mit der Umsetzung der Veloinitiative und dem neuen Agglomerationsprogramm Schlüsselanliegen der Grünen aufgenommen - das akzeptierte Ziel ist eine Verlagerung des Verkehrs vom motorisierten Individualverkehr auf Velo, Fuss, und öffentlichen Verkehr. Bei der Entwicklung der Stadt Wil waren die Grünen weniger erfolgreich: insbesondere dass in Neualtwil ein Gestaltungsplan bewilligt wurde, welcher zu einer weiteren Siedlung von beliebigen Standard-Häusern in Wil führt bedauern wir. Auch bei der Neugestaltung des Klinikareals scheint ohne Einbezug der Bevölkerung und der Stadt die Chance auf eine phantasievolle Neugestaltung vertan worden zu sein. Hingegen werden wir daran bleiben, wenn es darum geht die Weierwiese neu als Erholungslandschaft zu gestalten.
Für das folgende Jahr wird uns sicher das Projekt Bergholz und die Gemeindevereinigung beschäftigen. Beiden Projekten stehen die Grünen prowil mit einer gewissen Skepsis gegenüber. Die Finanzierung des Bergholzes in seiner jetztigen Form könnte zur Verhinderung der Stadtentwicklung in anderen Bereichen führen, da schlicht das Geld dazu fehlen würde. Auch bei der Gemeindefusion gilt es noch aufzuzeigen, wo die Vorteile für die Wiler Bevölkerung liegen.
An dieser Hauptversammlung tritt unser Präsident, Kurt Stocker, nach acht Jahren von seinem Amt zurück. Mit seiner ruhigen und konsequenten Art hat er es geschafft, in diesen Jahren die Grünen prowil als starke politische Kraft in Wil zu profilieren und dabei auch in unangenehmen Fragen am Ball zu bleiben. Wir bedauern seinen Rücktritt aus dem Vorstand und wünschen ihm alles Gute!
Als neues Vorstandsmitglied wird Peter Fähndrich Hinz gewählt. Das Präsidium kann zur Zeit nicht besetzt werden, als Ansprechstelle für Presse und Interessierte stellt sich Daniel Schläpfer zur Verfügung.
Daniel Schläpfer, i.V. Vorstand Grüne prowil
Abstimmungsparolen von GRÜNE prowil zu den beiden kommunalen Referenden
Tagesstrukturen:
Die Tagesstrukturen in Wil wurden sehr gut aufgebaut und die grosse Nachfrage belegt die Notwendigkeit der Tagesstrukturen. Es ist aus sozialen und finanziellen Gründen nicht sinnvoll, deren Entwicklung zu stoppen. Darum empfiehlt GRÜNE prowil die Ausweitung der Tagesstrukturen zu befürworten und die Abstimmungsfrage mit ja zu beantworten. Leider wurde der Antrag der Grünen prowil im Parlament abgelehnt, welcher eine Aufteilung in gebundene und zusätzliche Kosten verlangt hätte. Schliesslich machen die zusätzlichen Kosten, um welche es in dieser Abstimmung eigentlich geht lediglich 40% der Summe aus. Weil dieser Antrag vom Parlament nicht angenommen wurde, konnte die Ergänzung der Tagesstrukturen, die alleine nicht Referendums fähig wäre, mit dem Behördenreferendum angegriffen werden.
Referendum zur Steuerfuss-Erhöhung:
Die Steuerfuss-Erhöhung wurde von der Fraktion GRÜNE prowil zusammen mit dem Budget angenommen. Es ist aus der Sicht von GRÜNE prowil nicht korrekt, wenn lediglich ein Teil des Budgets, nämlich die darin vorgesehene Steuerfuss-Erhöhung mit dem Behördenreferendum angegriffen wird. Es ist fahrlässig ein ausgeglichenes Budget zu bewilligen und im nachhinein die dafür nötigen Steuereinnahmen wieder zu kürzen ohne dabei Sparvorschläge zu machen. Bei einer solchen Finanzpolitik ist eine Finanzierung der anstehenden Ausgaben im Bergholz nur mit einer massiven Verschuldung möglich. GRÜNE prowil empfiehlt ein nein zum Steuerfuss-Referendum.
Vorstand Grüne prowil
Lohnende Investition in die Zukunft
Die Wiler Tagestrukturen gibt es seit zweieinhalb Jahren in dieser Form und sie sind ein Riesenerfolg. Neidisch schauen Bewohnerinnen und Bewohner anderer Gemeinden auf unser gutes Angebot. Jetzt geht es darum, dass die Tagesstrukturen der grossen Nachfrage angepasst und auf die Oberstufe ausgedehnt werden können.
Es ist den einen Eltern zu gönnen, wenn sie ihre Kinder immer rund um die Uhr selbst betreuen wollen und können und auch die Nachbarn und Grossmütter jederzeit mit Freude auf der Schwelle stehen, wenn mal was Besonderes ansteht. Nun entspricht dies aber nicht der Realität der heutigen Familien. Die meisten Wiler Väter und Mütter gehen einer Erwerbstätigkeit nach und sorgen damit neben dem Familieneinkommen auch für die Steuereinnahmen der Stadt. Die Tagesstrukturen ermöglichen es, dass man auch mit Familie im Ausgleich zur Familienarbeit den erlernten Beruf ausüben kann, und dies mit der Gewissheit, dass über Mittag oder zu Randzeiten professionell für die Kinder gesorgt wird. Es wird niemand gezwungen, dieses Angebot zu nutzen und niemand wird benachteiligt.
Das Anbieten einer Mittagsbetreuung ist von Gesetzes wegen vorgeschrieben. Jetzt können wir uns überlegen, ob Kinder am Mittag aus Spargründen irgendwo ein mitgebrachtes Sandwich essen sollen oder ob ein vollwertiges Menu mit anschliessender Betreuung nicht sinnvoller ist. Dieses Angebot nun einzuschränken würde die Stadt schnell einmal mehr als die eingesparten Mittel kosten: Einerseits fehlen die Steuereinnahmen von jenen, welche den teuer erlernten Beruf aus Familiengründen aufgeben und andererseits müssen Stadt und Kanton die Folgekosten tragen, wenn Kinder und Jugendliche schlecht oder gar nicht betreut auf schiefe Bahnen geraten. Somit sind die Tagesstrukturen eine sich in jeder Hinsicht lohnende Investition in die Zukunft.
Silvia Ammann & Daniel Schläpfer, Langeggweg 3, 9500 Wil
Annahme der Veloinitiative
Das Initiativkomitee "Velofreundliches Wil" ist hocherfreut über die Annahme ihrer Initiative durch das Wiler Stadtparlament. Velofahrende Wilerinnen und Wiler können somit in nicht allzu langer Zeit mit Verbesserungen im noch sehr lückenhaften Radwegnetz der Stadt Wil rechnen. Die Initiative hat bewusst noch offengelassen, welche Massnahmen ergriffen werden sollen. Auf der Initiativ-Web-Seite (www.velowil.ch) haben wir jedoch schon einige Ansatzpunkte aufgelistet. Im Vorfeld der Parlamentsabstimmung hat sich der Stadtrat offen für weitere Anregungen in der nun folgenden Planungsphase gezeigt. Wir freuen uns nun darauf, die Anliegen der Velofahrenden in dieser Planungsphase einzubringen und hoffen auf zahlreiche Hinweise der Radfahrenden an die Stadtverwaltung. Die nun gesprochenen finanziellen Mittel sollen schliesslich so wirkungsvoll wie möglich eingesetzt werden. Nur dann wird es gelingen, dass der Anteil Velofahrender in Wil wesentlich ansteigt und somit sowohl die Umwelt als auch das stark belastete Strassensystem in unserer Stadt entlastet wird.
Initiativkomitee 'Velofreundliches Wil', i.V. Daniel Schläpfer
320 Millionen für mehr Verkehrsbelastung im Toggenburg?
Die Welt ringt in Kopenhagen nach Lösungen den CO2-Ausstoss zu senken. Ziele in diesem Bereich können nur erreicht werden, wenn das Verkehrssystem konsequent umgebaut wird und wir bereit sind umzudenken. Die St. Galler Regierung und das Parlament entscheidet sich stattdessen fast zeitgleich für den Bau von zwei Umfahrungs-Schnellstrassen im Toggenburg für eine Kreditsumme von 320 Millionen Franken. Die Zunahme von Energieverbrauch, Umweltbelastung und CO2-Ausstoss werden somit aktiv gefördert. Die Folgen von solchen "Umfahrungen" sind bekannt: Es wird mehr Verkehr angezogen, mittelfristig werden die entlasteten Gebiete wieder mit der gleichen Verkehrsmenge zu kämpfen haben wie heute, Bahn und Bus erhalten mehr Konkurrenz, und die ganze Nord-Süd-Verkehrsachse Wil – Wildhaus, Wil - Ricken sowie die vor- und nachgelagerten Gebiete werden mit mehr (Schwer-)Verkehr belastet.
Mit 320 Mio. Franken für zwei Umfahrungen im Toggenburg binden wir sämtliche kantonalen Mittel für Grossprojekte im Verkehrsbereich für die nächsten 17 Jahre. Kommt die 1. Etappe der Umfahrung Rapperswil im Umfang von weiteren 250 Mio. Franken noch dazu, werden die Mittel für Grossprojekte bis 2040 aufgebraucht sein. Bereits bekannt sind jedoch zahlreiche „Wunschprojekte“ diverser Gemeinden für weitere hunderte von Millionen Franken, welche so in weite Ferne rücken. Das Toggenburg soll attraktiver gemacht werden, dies wird kaum mit mehr Beton möglich sein. Ist die grosse Ressource des Toggenburgs doch seine zauberhafte Landschaft durch welche sich die Thur schlängelt.
Mit einem Bruchteil der 320 Mio. könnte das ganze Toggenburg nicht nur im Verkehrsbereich nachhaltig gefördert werden. Ausbau von Park-and-Ride, sowie Mobility an allen Bahnhöfen, Rufbus, höherer Takt bei Bahn uns Bus, Beruhigungsprojekte auf Hauptstrassen innerorts, und der konsequente Ausbau von Verbindungen für den Fuss- und Radverkehr wären nur einige von vielen bereits erfolgreich erprobten Massnahmen.
Mit dem Ergreifen des Referendums gegen die zwei Umfahrungsstrassen im Toggenburg erhalten die Stimmberechtigten die Möglichkeit mit ihren Unterschriften eine Abstimmung über die zwei Kredite im Umfang von 320 Mio. Franken zu bewirken. Kommt das Referendum mit 4'000 Unterschriften bis zum 20. Januar 2010 zustande, besteht die Chance, dass die Kredite vom Volk abgelehnt werden. Damit könnten Lösungen umgesetzt werden, welche den Klimaschutz und die nachhaltige Förderung des Toggenburges sowie des ganzen Kantons im Blick haben.
Guido Wick, Kantonsrat und Mitglied Gemeindeparlament Wil
Vernehmlassung zu den Statuten der IRPG
Im Entwurf zu den neuen Statuten möchte die IRPG die bestehenden Strukturen zementieren statt die Gelegenheit zu ergreifen, und eine demokratisch breit abgestuetzte und ausgewogene Planungs-Gruppe zu erschaffen. In Ihrer Vernehmlassungsantwort weisen die Grünen Prowil insbesonder auf die Übervertretung der kleinen Gemeinden und der Wirtschaftsvertreter im Gremium hin und kritisieren, dass die Entschaedigungen nicht durch die Delegiertenversammlung genehmigt werden sollen.
Die detaillierte Antwort ist hier zu finden.
Neualtwil: Ist ein nachhaltiges Quartier noch zeitgemäss?
Die Grünen prowil engagieren sich fuer nachhaltiges Bauen im besten Sinn, wie es z.B. in der Siedlung Neualtwil schon vor Jahrzehnten entworfen wurde. Leider wird nun dank Entgegenkommen des Stadtrates und dem sogennanten 'Zeitgeist' eine gesichtslose Blocksiedlung an einer Stelle geplant, wo einst Gassen des neuen Wils entstehen sollten. Eine Betrachtung von Kurt Stocker erläutert den Stand der Diskussion. Die Grünen prowil werden den weiteren Vorgang kritisch begleiten, damit in Wil in Zukunft wieder nachhaltige Siedlungsstruktern entstehen.
GRÜNE prowil bewirken, dass sich auch die Stadt Wil mehr engagiert.
Danke einer dringlichen Interpellation (Wortlaut hier) von der Grünen Fraktion im Stadtparlament wurde erreicht, dass auch die Stadt Wil die Förderung erneuerbarer Energien im Baubereich vorantreibt.
GRÜNE prowil engagiert sich für eine gesamtheitliche Verkehrspolitik in Wil
Mit zwei parlamentarischen Vorstössen weist GRÜNE prowil auf Mängel in der Koordination in der Wiler Verkehrspolitik hin und setzt sich für eine effizientere Umsetzung von Konzepten und Planungsergebnissen ein.
Auf Druck von GRÜNE prowil liess der Stadtrat ein Konzept Langsamverkehr in einer breit abgestützten, partei- und quartierübergreifenden Arbeitsgruppe erstellen. Darin wurden Richtpläne für Fuss- und Radwege in der Stadt Wil sowie eine umfassende Massnahmenliste zur Verbesserung der Sicherheit im Langsamverkehr und insbesondere auch der Schulwege erarbeitet. Obwohl der Stadtrat das Konzept im Jahr 2003 verabschiedet hat, wurden bis heute nur wenige der im Konzept vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt und der Status der Richtpläne ist nicht klar. Im Jahr 2008 hat der Stadtrat eine Arbeitsgruppe 'Schulwegsicherheit' eingesetzt. Diese besteht bis auf einen Elternvertreter aus Verwaltungsangestellten der Stadt und hat die Sicherheit auf den Schulwegen grösstenteils unabhängig vom Konzept Langsamverkehr untersucht.
Im ersten parlamentarischen Vorstoss (-> PDF) fragen wir, wieso das fertig erstellt Konzept 'Langsamverkehr' dermassen schleppend umgesetzt wird. Gleichzeitig bemängeln wir, dass eine neue Arbeitsgruppe das selbe Thema unabhängig vom Konzept Langsamverkehr bearbeitet, obwohl die Vorarbeiten schon Jahre zuvor erfolgt waren. Wir erachten dieses Vorgehen als ineffizient und hoffen, dass Massnahmen zugunsten von Fussgängern und Velofahrenden nun rasch und ohne weitere Konzept-Diskussionen umgesetzt werden.
Beim eben vom Bund abgelehnten Agglomerationsprogramm hatte GRÜNE prowil schon in der Vernehmlassungsantwort vom Mai 2007 mit Nachdruck und detailliert begründet darauf hingewiesen, dass das vorgeschlagene Programm die klaren Bedingungen von Bundesbern in keiner Art erfüllt. Insbesondere waren lediglich Einzelmassnahmen im Bereich Ausbau der Strassenkapazität als fertige Projekte aufgeführt, währenddem im Bereich öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr hauptsächlich unausgereifte Absichtserklärungen enthalten waren. Die nun vom Bund akzeptierten Projekte in anderen Städten (z.B. St.Gallen) sind aber mehrheitlich genau in jenen Bereichen angeordnet.
Mit dem zweiten parlamentarischen Vorstoss (-> PDF) fordern wir ein gesamtheitliches Agglomerationsprogramm für Wil, welches auch konkrete Verbesserungen im Bereich öffentlicher Verkehr und Langsamverkehr enthählt. Unsere fundierte Kritik soll in die Arbeit einfliessen und Verbände des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs sollen bei der Ausarbeitung beteiligt werden. Die Entscheidungen der Interregionalen Planungsgruppe Wil und Umgebung (IRPG) sollen in Zukunft nicht mehr durch Einzelinteressen von Mitgliedern dominiert werden.
Durch diese Vorstösse wollen wir erreichen, dass der jahrelange Rückstand der Stadt Wil im Bereich gesamtheitlicher Verkehrsplanung möglichst schnell aufgeholt wird und griffige Massnahmen effizient umgesetzt werden.
Vorstand GRÜNE prowil
Stellungnahme zum Autobahnanschluss Wil-West
Das neue Stadtentwicklungskonzept ist mit einer breiten öffentlichen Beteiligung erarbeitet worden und soll als koordinierendes Instrument die Entwicklungsprozesse der nächsten 10 bis 20 Jahre gezielt steuern. GRÜNE prowil unterstützen die Umsetzung dieses Konzeptes. Im Stadtentwicklungskonzept wurde bei den Erschliessungsprojekten dem Anschluss des Südquartiers an die Toggenburgerstrasse die höchste und dem A1-Anschluss Wil-West die zweithöchste Priorität gegeben. Zum A1-Anschluss Wil-West sind gemäss dem Konzept flankierende Massnahmen an den Wiler Zufahrtsstrassen notwendig, damit eine Entlastung des Zentrums von Wil erzielt werden kann. Mit einem neuen Anschluss ist aus einem grösseren Umkreis zusätzlicher Verkehr zu erwarten, beispielsweise aus Teilen des Thurgaus über Bronschhofen und den Schwanenkreisel. Dieser neue Verkehr würde das Zentrum noch mehr belasten, was nur mit einer gleichzeitigen Planung der Anschlussverbindungen verhindert werden kann. Bronschhofen könnte die Autobahnzufahrt direkt über die Industriestrasse führen und damit eine zusätzliche Belastung des Schwanenkreisels vermeiden. Wenn der Zugang zur Autobahn verbessert wird, werden zusätzliche Pendler per Auto zur Arbeit fahren. Dieser Zuwachs würde noch verstärkt, wenn der geplante Abbau von Halten der Intercity-Züge in Wil nicht verhindert wird. Der Bau eines A1-Anschlusses Wil-West wird von den GRÜNEN prowil nur unterstützt, wenn er mit flankierenden Massnahmen und einem starken Einsatz für den Erhalt der Intercity-Halte in Wil verbunden ist. Als unkoordinierte Einzelmassnahme unterstützen wir den Bau nicht, weil dann eine zusätzlichen Verkehrsbelastung des Zentrums und der westlichen Quartiere von Wil entstehen würde.
Vorstand GRÜNE prowil
Die Tonhallestrasse sicherer machen.
(zum Artikel über die Einreichung der Grünaustrasseninitiative)
Nun hat also auch die FDP Wil erkannt, dass die Situation an der Tonhallestrasse für Schulkinder so nicht tragbar ist. Gleichzeitig glauben die Initianten, dass mit dem Bau der Grünaustrasse diese Probleme selbstredend gelöst würden, obwohl die Tonhallestrasse auch dann eine stark befahrene Hauptstrasse bleiben würde. Dabei wird unterschlagen, dass durch die Grünaustrasse neue Gefahren auf den Schulwegen von Wil geschaffen würden. Eine neue schnelle Verbindung von Norden auf die Autobahn würde unweigerlich zusätzlichen Verkehr und insbesondere mehr Lastwagenverkehr auf die Strassen von Wil und Rossrüti bringen. Die davon betroffene Konstanzerstrasse wird von vielen Schulkindern zu Fuss oder per Velo als Schulweg genutzt und die Sicherheit dieser Kinder ist schon heute an der Grenze des Verantwortbaren - jeder zusätzliche Lastwagen durch die Erhöhung der Strassenkapazität bedeutet auch eine Zunahme der Gefahr. Gleichzeit queren die Kinder aus dem Gebiet Neulanden/ Nieselberg täglich die (heutige) Fürstenlandstrasse; es ist leider nicht anzunehmen dass eine doppelt so stark befahrene Strasse diese Querung sicherer machen wird.
Es ist deshalb sehr kurz gegriffen, mit zum Glück noch nicht geschehenen Unfällen an der Tonhallestrasse den Bau dieser neuen Strasse anzupreisen. Stattdessen würde es der FDP gut anstehen, dass sie sofort die wirkungsvolle Reduktion des Fahrtempos im Bereich des Tonhalleschulhauses sowie den Schutz der Radfahrenden auf der Konstanzerstrasse fordern bzw. unterstützen würde. Diese Massnahmen könnten in kurzer Zeit mit relativ wenig Geld realisiert werden und wären sogar dann noch wirksam und sinnvoll, wenn einst die teure Grünaustrasse für die ungeduldigen Pendler vom Wiler Hofberg gebaut würde.
Daniel Schläpfer, Langeggweg 3, 9500 Wil.
Nein zum Abbau des Umweltschutzes
Der Vorstand der Grünen prowil lehnt die FDP-Initiative zur teilweisen Abschaffung des Beschwerderechtes für Verbände einstimmig ab und hat die NEIN-Parole beschlossen. Die FDP setzt sich mit der Initiative gegen das wirksame und bewährte System der Verbandsbeschwerde ein, welches ohne staatliche Überwachung die Einhaltung geltender Umwelt- und Naturschutzgesetze gewährleistet.
Es ist offensichtlich, dass es den Initianten dabei um einen Abbau und die Unterwanderung der bewährten Schweizer Umweltgesetzgebung geht, indem die Geldgier weniger "Investoren" höher gewichtet wird als eine intakte Umwelt. Mit einfachen Sündenbockmethoden wird versucht, den Anwälten der Natur die Kontrolle zu verbieten und so indirekt illegale Bauten zu ermöglichen. Im Finanzbereich hat es sich aber klar gezeigt, dass ein freier Markt ohne Kontrollen grosse Gefahren birgt. Das NEIN zur Initiative gegen das Verbandsbeschwerderecht ist also notwendig, damit die Landschaft und die Menschen in der Schweiz weiterhin vor gesetzlich nicht zulässigen, überrissenen und oft spekulativen Projekten verschont werden können.
Vorstand Grüne prowil
Konzept oder Wunschliste?
„Grünaustrasse: Warum?“ 13.10.08
Herr Kappeler aus Rossrüti möchte täglich schneller auf die Autobahn gelangen und wünscht dazu den Bau der Grünaustrasse. Er verdrängt die Tatsache, dass diese Strasse von einer klaren Mehrheit der Wiler Stimmberechtigten abgelehnt wurde und dass anschliessend in einem Verfahren mit der Beteiligung grosser Bevölkerungskreise das Stadtentwicklungskonzept erarbeitet wurde. Das erarbeitete Stadtentwicklungskonzept soll die Entwicklungsprozesse der nächsten 10 bis 20 Jahre gezielt steuern.
Von den 8 entscheidenden Schlüsselprojekten des Konzeptes betreffen 3 den Verkehr. Im Strassen bezogenen Erschliessungs-Schlüsselprojekt (3.2) werden folgende Prioritäten aufgeführt: 1. Anschluss Südquartier an Toggenburgerstrasse mit flankierenden Massnahmen, 2. Autobahnanschluss Wil West, 3. Anschluss des Südquartiers an die Zürcherstrasse mit flankierenden Massnahmen und 4. Mittelstück der RVS. Im Schlüsselprojekt Integration der Hauptverkehrsstrassen (3.3) wird festgehalten, dass die bestehenden Hauptverkehrsachsen durch gestalterische Massnahmen als attraktive und sichere Strassenräume aufgewertet werden sollen. Im dritten Verkehrs-Schlüsselprojekt (3.4) wird als wichtiges Ziel der Verkehrsplanung aufgeführt, dass die Mobilitätsbedürfnisse möglichst mit dem öffentlichen Verkehr, dem Velo sowie zu Fuss befriedigt werden können. Zusätzlich zu den Schlüsselprojekten gibt es im Konzept 10 Bausteine mit geringerer Bedeutung. Der Baustein 8.3 hält folgendes fest: “Die langfristige Option einer siedlungsverträglichen Strassenverbindung zwischen Fürstenlandstrasse und Gammakreisel wird planerisch offen gehalten.“ Diese Verbindung hat somit aufgrund der wichtigeren Projekte für die nächsten 10 bis 20 Jahre keine Bedeutung.
Mit der Initiative Grünaustrasse wird versucht die aktuelle Planung zu Makulatur zu machen und Tür und Tor für Partikulärinteressen zu öffnen. Es gibt nicht nur die Leute vom Hofberg und von Rossrüti, die schneller auf die Autobahn fahren möchten. Wer an der Reuttistrasse wohnt ist direkt neben dem Autobahnzubringer, muss aber zuerst einen Umweg fahren bis er dort ist. Andere möchten schneller über den Schwanenkreisel, die Wunschliste ist lang. Wenn als Grund für eine Grünaustrasse kürzere Wege angeführt werden, so ist dies keine ganzheitliche Betrachtung. Wenn nämlich nur eine einzige Person anstatt mit dem Auto mit dem Zug nach Zürich und zurück fährt, entspricht die Zahl der nicht gefahrenen Autokilometer bereits einem von Herrn Kappeler bemühten Spareffekt, der erzielt würde, wenn 170 Autos auf dem Weg zur und von der Autobahn über die Klosterwiese fahren könnten. Umsteigen bewirkt also wesentlich mehr als eine wenig kürzere Verbindung. Das Kloster will aus guten Gründen von der Klosterwiese kein Land verkaufen. Eine von den Befürwortern gewünschte Enteignung ist aus der Sicht von vielen Wilern nicht gerechtfertigt.
Kurt Stocker
