Ökologisch konsequent, sozial engagiert, global solidarisch

Willkommen bei den Grünen Kanton St. Gallen

Zukunftswerkstatt 2006





der Grünen des Kantons St.Gallen

Im Mehrzweckgebäude Mogelsberg (3. und 4. November)

 

Wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren luden die Grünen zu einer Wochenend-Tagung nach Mogelberg ein.

In diesem Jahr - wie könnte es anders sein - drehten sich die zweitätigen Gespräche vor allem um die Vorbereitung der bevorstehenden Wahlen für den Nationalrat 2007 und den Kantonsrat 2008.

Wer nun glaubt, die Grünen hätten die Zeit mit einem Gerangel um die Kandidaturen auf den Listen vertan, der muss eines Besseren belehren lassen. Zwar ließ der derzeitige schweizweite Rückenwind für die Grünen einige euphorische Prognosen in den Raum schweben, aber eine aufwändige Umfrage bei den Schweizer/innen mit einem ernüchternden Ergebnis lies die Versammelten auf den Boden der Realität haften. Die genannte Umfrage hatte nämlich sehr deutlich gemacht, dass das durchschnittliche Schweizervolk der Grünen einzig in Umweltschutz- und damit Energie- und Verkehrs-Fragen eine hohe Kompetenz zubilligte, nicht aber in wirtschaftlichen und sozialen Belangen.

Den Grünen ist klar, dass hier Nachholbedarf besteht. Andererseits aber sie wissen auch, dass die Bürgerlichen und Sozialisten mindestes ebensogroße Defizite bezüglich der wirtschaftlichen und sozialen Anliegen aufweisen.

In dieser Lage hilft es wenig, den Leuten zu sagen: „Leute habt Vertrauen zu uns, denn die Bürgerlichen kennen sich in der Wirtschaft noch schlechter aus als wir.“

In dieser Lage wurde angeregt, vermehrt in diesen Bereichen mit gut fundierten Argumenten aufzutreten, um so mehr Glaubwürdigkeit zu erhalten. Das sollte im Anbetracht des hohen Anteils an fähigen, gut gebildeten Leuten unter den Grünen möglich sein.

Dann aber wurde über mehrere Stunden nachgedacht, welche Mittel ein attraktives Auftreten in den Wahlen ermöglichen. Selbstredend kam auch der hohe Bedarf an finanziellen Mitteln zur Sprache. Die beiden Themen, Kandidaturen und Listenplätze wurden jedoch nicht angeschnitten. Einzig eine Listenverbindung mit der EVP scheint zurzeit festzustehen.

Kaum spürbar verfloss die Zeit, so dass uns das Ende der Veranstaltung mitten in angeregter Arbeit überraschte. Die Arbeit für eine zukunftsfähige Politik wird uns – und da passt der Begriff „leider“ - noch lange nicht ausgehen.

Besten Dank an die Organisatoren Jakob Federer, an die/den Co-Präsident/in Yvonne Gilli und Urs Bernhardsgrütter, sowie an alle anderen Helfer.

 

Zukunftswerkstatt 2005


der Grünen des Kantons St.Gallen

am 5. November 2005 im Rössli Mogelsberg

 

Elf Personen versammelten sich unter kundiger Leitung von Jakob Federer zum Nachdenken über die künftigen Schritte der Grünen aus unserem Kanton.

Gleich zu Beginn werde von allen Teilnehmern gewünscht, dass die Differenzen der beiden Richtungen in der Stadt St.Gallen nicht diskutiert werden sollen. Eine weitere Erörterung zu diesem Thema wurde von den Anwesenden als nutzlos erachtet. Es braucht wahrscheinlich viel Zeit bis das erforderliche Verständnis und die notwendige Toleranz so weit angewachsen sein werden, dass sich die Differenzen im Gespräch bereinigen lassen.

Was haben die Grünen erreicht ?

  • Worin liegen die größten Entwicklungspotentiale ?
  • Wo nagen Würmer an unserer Arbeit und in der Organisation ?
  • Wo ist Vorsicht und Umsicht geboten ?

Anschließend wurde das Erarbeitete in Arbeitsgruppen verglichen und die wichtigsten und übereinstimmensten Antworten auf einem Plakat gesammelt. Neben bereits bekannten tauchten auch neue Sichtweisen auf. Doch das Wichtigste war das gegenseitige Erkennen unterschiedlicher wie auch gemeinsamer Sichtweisen.

Antworten mit hoher Zustimmung:

Stärken der Grünen:

  • Unserer Anliegen und Voraussetzungen sind gut.
  • Fast alles wofür wir vor zwanzig Jahren ausgelacht wurden, wird heute auch von Bürgerlichen vertreten.
  • Die Grünen erwiesen sich als Ideenreich und spontan.
  • Wir halten uns für flexibel und vorwärtsgerichtet.
  • Die Gemeinschaftswilligkeit ist bei den Grünen ausgeprägt.

Wichtige Entwicklungspotentiale:

  • Die Vernetzung mit Bewegungen mit ähnlichen Bestrebungen verstärken.
  • Das Eingebunden- und Verwurzelt-Sein in der Region als Stärke erkennen.
  • Das klare Profil der Grünen weiter stärken.
  • Erfolge unserer Arbeit öffentlich bekannt machen.
  • Kontakte zur Presse nützen.
  • Gemeinschafts-Projekte leben oder wenigstens unterstützen.
  • Langfristige Perspektiven sollen Vorrang haben vor kurzfrisigen.

Würmer bei den Grünen:

  • Unduldsamkeit gegenüber anderen Ansichten.
  • Geringe Frust-Toleranz gegenüber Rückschlägen.
  • Zu hohe Erfolgserwartungen
  • Zu hoher Eigenanspruch und damit Selbstüberforderung
  • Zu viele Themen – Verzettelung der Kräfte
  • Abneigung gegen das Einbindenlassen

Besondere Aufmerksamkeit und Vorsicht erfordern:

  • Verzettelung in der Themenvielfalt
  • Persönliche Überlastung mit dem „Verleider“ als Folge.
  • Konflikte ernst nehmen aber auch erkennen wann Gespräche keine Lösung bringen können.
  • Versuchen die Unverbindlichkeit der Mitglieder abzubauen

Nach einer Pause folgte der zweite Teil. Wiederum war keine Diskussion gefragt, sondern das Sichtbarmachen von spontanen Einfällen. Zu dem Zweck schnitten wir aus Zeitschriften alles heraus, was uns intuitiv, also spontan ansprach. Anschließend klebte jede(r) diejenigen Ausschnitte auf ein Plakat, welche ihr oder ihm richtig schienen. Mit Farbstiften konnten wir die Collagen ergänzen.

Nach der Fertigstellung betrachteten wir die entstandene Gemeinschaftswerke. Niemand war in der Lage eine für alle stimmige Interpretation herauszulesen, aber alle waren begeistert vom Ergebnis. Die Collagen strahlten viel Humor, Farbe und Zuversicht aus. Diese übertrug sich spürbar auf die Beteiligten. Ein Teilnehmer gestand, dass er zuerst einen recht negativen Satz aus einer Zeitung herausgeschnitten habe, aber sein Gefühl zeigte ihm deutlich, dass diese negative Aussage in keiner Weise zum werdenden Bild passte.

Zum Schluss notierte Jakob spontane Einfälle der Anwesenden. Einige davon möchte ich hier widergeben:

Grüne Politik ist lustvoll

Grün ist farbig

Grün wie Lorbeerkränze

Bei den Grünen knospet es

Die Grünen fordern einen zweiten Bundesratssitz

Auch Höhenflüge bewirken bereichernde Einsichten

 

So verließen wir die Tagung mit dem Eindruck, dass bei den Grünen - allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz - sehr viel mehr Kreativität, Lebensfreude und Zukunftshoffnung zu finden sind als Kritik am Bestehenden.

Die TeilnehmerInnen verabschiedeten sich mit großem Dank von Jakob Federer.

Remy Holenstein - 6. November 2005



Zurück zu den bisherigen Veranstaltungen

Suche
Newsletter
Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Direkte Links