Ökologisch konsequent, sozial engagiert, global solidarisch

Willkommen bei den Grünen Kanton St. Gallen

Arbeitsplätze statt AKWs !


Arbeitsplätze mit Zukunft
In Deutschland werden heute bereits 300'000 Personen in den Ökoenergie-Branchen vollzeitlich beschäftigt.
Würden die alternative Energiegewinnung in der Schweiz ebenso gefördert wie in Deutschland, dann gäbe es bei uns 30'000 Arbeitsstellen in diesem Bereich.

Und es könnten noch weit mehr sein !

Demonstration für eine Energiewende

Was bringt 5000 Menschen aus der ganzen Schweiz dazu eine SBB-Tageskarte zu kaufen, zwei, drei oder fünf Stunden im Zug zu sitzen und zehn Kilometer von Däniken nach Olten zu Fuß zurückzulegen ? Und das bei zwar prächtiger, aber auch sengender Sonne.

Die Motivation, sich aufzuraffen und am Pfingstmontag an einer Demonstration beim Atommeiler von Gösgen teilzunehmen, für die rund 40 Vereine die Trägerschaft übernommen hatten, war in ihrem Aufruf zu lesen: „AKWs sind teuer, dreckig und gefährlich.“ Zu dieser nicht neuen Erkenntnis gesellte sich als aktueller Anlass das Ansuchen der Atomlobby um Baubewilligungen für zwei weitere, klimaschädigende AKWs.

Dass AKWs teuer und extrem gefährlich sind, weiß heute jede daran interessierte Person. Weniger verbreitet ist das Wissen, dass AKWs alles andere als „klimaneutral“ sind. Wer behauptet, AKWs verursachen keinen CO2-Ausstoß, lässt sich von der AKW-Lobby „an der Nase herumführen“. Bei dieser Behauptung wird außer Acht gelassen, dass beim Abbau des Urans, bei der Herstellung der Brennstäbe, beim Bau eines AKWs und der bei der „Endlagerung“ seiner Abfälle mehr fossile Energie verbraucht wird, als dieses AKW während aller Betriebsjahre in Form von Strom ins Netz einspeist. Das heißt, würde man die so verbrauchte, fossile Energie nicht in Strom umwandeln, sondern direkt in Motoren, Generatoren und anderen Geräten verwenden, dann wäre dieser Energieeinsatz zwar noch immer schmutzig, würde aber wenigsten mit einem höheren Wirkungsgrad genutzt. Bei dieser umfassenden Betrachtung stellen die AKWs nicht nur die gefährlichste sondern auch die klima-belastendste Form der Energieverwendung dar – schlimmer als die schmutzigsten Öl- und Kohlekraftwerke.

Bei dieser Demo fand ich besonders erfreulich, dass zunehmend mehr Leute und Organisatoren erkennen, dass man das baldige Ende des AKW-Zeitalters nicht beschleunigen kann, indem man über die AKW-Lobby schimpft und ihre vielen Fehler aufzeigt, sondern indem Alternativen vorgeführt und verwirklicht werden.

Würde man beispielsweise eine Initiative starten, welche verlangt, dass alle älteren Häuser gemäß dem heute möglichen Stand isoliert werden, dann würde diese Aktion weniger Aufwand erfordern und mehr Klimaentlastung bringen als alle derzeitigen Aktionen für die Abschaltung der AKWs und die Appelle zum persönlichen Verzichten.

Ein weiteres Beispiel betrifft den ständig steigenden Stromverbrauch durch Haushalt- und Bürogeräte. Dieser könnte in wenigen Jahren zum Verschwinden gebracht werden, indem alle PC-Benutzer verpflichtet würden, so viele Solarzellen irgendwo in Betrieb zu setzen, wie es ihrem Verbrauch entspricht.

Die Reichen, dazu zählt die Mehrheit der Politiker, haben auch dann ein gesichertes Einkommen, wenn der Trend zur Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen weitergeht. Wir anderen können diesem Trend entgegenwirken, indem wir verlangen, dass die unglaubliche Geldmenge, welche der Bau eines AKWs verschlingt, für die Gewinnung von erneuerbarer Energie eingesetzt wird. Nach dem Bau eines AKWs arbeiten dort nur noch wenige, oft ausländische Spezialisten. Geben wir den gleichen Betrag zur Förderung alternativer Energiegewinnung aus, dann werden damit für Jahrzehnte mehrere tausend Stellen im kleinen und mittleren Gewerbe gesichert.

Das alles wissen die 5000 Demonstranten und wir spüren, wie die Zustimmung in der Bevölkerung von Jahr zu Jahr wächst.

 

Grüngesinnte aus dem Toggenburg waren (am 24. Mai 2010) auch dabei !

 



Suche
Newsletter
Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Direkte Links