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Kapitel 2 - Sehr viel Geld; David gegen Goliath; Etikettenschwindel

 

Die Frage, wer wieviel Geld und wer wieviel Energie wozu brauchen bzw. verschwenden soll, ist noch längst nicht ausdiskutiert. Die Grüne Initiative für eine ökologische Wirtschaft gibt auf diese Fragen zukunftsweisende Antworten.

Unter dem Deckmantel der „Strom-Versorgungssicherheit“ werden die Kapitalinteressen von Grosskonzernen gegen die Unabhängigkeit von Kleinproduzenten verteidigt: Atomkraftwerke produzieren Tag und Nacht, sie produzieren somit einen Ueberschuss in der Nacht. Mit dem überzähligen Strom sollen Stauseen als Batterien gefüllt werden, die dann angezapft werden, wenn der Strom im europäischen Strommarkt teurer verkauft werden kann. Die Schweiz exportiert Strom und die Spekulanten auf dem europäischen Markt seufzen über sinkende Preise wegen der hohen Ueberproduktion. Es geht also bei neuen Staumauern nicht in erster Linie um Versorgungssicherheit, sondern um Gewinnmaximierung und dafür wollen wir weder die letzten 2% Landschaft mit Hochmooren opfern noch die letzten Auenwälder und gesunden Flusslandschaften.

Solarenergie kann dann am meisten produzieren, wenn auch am meisten gebraucht wird: am Mittag und zwar dort, wo verbraucht wird, mit einem Energieträger, der gratis liefert. Sonnenstrahlen können auch nicht geschmuggelt und zu Bomben verarbeitet werden. Diese Art der Produktion eignet sich weder für die Gewinnmaximierung von Strom- Grossproduzenten noch für Spekulation an internationalen Strombörsen. Deshalb bekämpfen die Grossproduzenten sie auch.

Für Ueberschüsse und zum Ausgleich von Unregelmässigkeiten bei Wind und Sonne braucht es aber durchaus Speicher. Stauseen sind dazu auch geeignet und die Schweiz verfügt über viele derselben. Zusätzlich gibt es auch noch andere Speichermöglichkeiten, die zwar erfunden aber nicht ausreichend entwickelt und noch kaum ausgeschöpft sind: Sowohl Batterien für Elektrofahrzeuge sind zweckmässig, als auch Anlagen, die CO2 aufspalten und zu Erdgas verarbeiten. Für Erdgas besteht bereits europaweit ein gutes Netz, zudem kann es abgefüllt und leicht transportiert werden.

Die Schweizer Bevölkerung braucht eine ausreichende Stromversorgung, und die ist mit Naturschutz und dem Umstieg auf Erneuerbare Energien vereinbar. Wer grün wählt, geht einen Schritt weiter in diese Richtung.

  

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