Ökologisch konsequent, sozial engagiert, global solidarisch

Willkommen bei den Grünen Kanton St. Gallen

Grenzüberschreitender Verkehr



Möchten nicht nur ein Strohfeuer entfachen, sonder auch in Zukunft am Ball bleiben (von links) Bernd Bösch, Landtagsabgeordneter Vorarlberg, Felix Gemperle, Kantonsrat, Goldach, Olga Pircher, Landtagsabgeordnete Vorarlberg, Meinrad Geschwend, Kantonsrat, Altstätten und Andrea Matt, Landtagsabgeordnete Liechtenstein.

Nachdem die S18 in der geplanten Ausführung definitiv vom Tisch, und keine Lösung des Verkehrsproblems in Sicht ist, spannen erstmals Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus dem Kanton St. Gallen, aus Vorarlberg und Liechtenstein zusammen und reichen in ihren Parlamenten einen gleichlautenden Vorstoss ein. «Mit unserer partei-übergreifenden Initiative wollen wir einen Anstoss zur verstärkten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Bereich der Verkehrspolitik geben», sagte gestern im Rahmen einer gemeinsamen Medienkonferenz der Vorarlberger Landtagsabgeordnete Bernd Bösch.

Ungenutzte Schienenverbindung

Bei den Zugverbindungen gebe es zwar auf der Strecke zwischen St. Margrethen, Lustenau und Bregenz ein konkurrenzlos schnelles Angebot (zwischen St. Margrethen und Bregenz in 13 Minuten), allerdings verkehren die Züge nur unregelmässig und in zu grossen zeitlichen Abständen. Die bestehende direkte Schienenverbindung zwischen St. Margrethen, Lustenau und Dornbirn sei sogar bisher völlig ungenutzt geblieben. Auch die gut frequentierten Bussysteme dies- und jenseits des Rheins seien nur sehr lose verknüpft. Derzeit gibt es grenzüberschreitende Verbindungen zwischen Gaissau und Rheineck, Hohenems und Diepoldsau sowie Feldkirch und Schaan. «Vor diesem Hintergrund wollen wir mit unserer gemeinsamen Anfrage an die Regierungen in Liechtenstein, St. Gallen und Vorarlberg erheben, welche Vorstellungen bereits entwickelt wurden, um die Situation im grenzüberschreitenden Verkehr kurz- und langfristig zu verbessern», so Bösch. Auf diese Grundlage sollen dann die möglichen Massnahmen im schienengebundenen Verkehr, wie die Einführung eines Taktverkehrs zwischen St. Margrethen, Lustenau und Bregenz, die Nutzung der direkten Schienenverbindung zwischen St. Margrethen, Lustenau und Dornbirn genauso diskutiert werden, wie die Schaffung neuer Busverbindung zwischen Höchst und St. Margrethen, Lustenau und Au sowie Götzis und Altstätten. Für die Akzeptanz eines Bus- oder Schienensystems sei nicht nur der Fahrplan entscheidend, so SP-Kantonsrat Felix Gemperle. Auch der Preis müsse stimmen. Der Fahrgast brauche ein Ticket, das für seinen ganzen Weg durch die Länder Gültigkeit habe.

Ersten Beweis erbracht


Wie Meinrad Gschwend, Kantonsrat Grüne, erklärte, zeige die neue Buslinie Heerbrugg–Diepoldsau–Hohenems, die zu einem Stundentakt ausgebaut wurde, deutlich, dass ein Bedürfnis besteht. Beim parlamentarischen Vorstoss geht es darum, ein klares Zeichen zu setzen, so Gschwend. Die Fragen seien bewusst so gestellt, dass nicht einfach blosse Absichtserklärungen abgegeben werden können. Vielmehr müsse und solle sich die Regierung zu den kurz- und mittelfristigen Zielen äussern. Gefordert wird unter anderem eine Zugverbindung von St. Margrethen nach Dornbirn und zwar ohne Umweg über Bregenz, Ausbau der Buslinie Heerbrugg–Hohenems, und zwar so, dass beide Bussysteme richtig zusammengehängt werden, eine neue Bus-Verbindung im Bereich Oberrheintal auf der Achse Altstätten–Oberriet–Meiningen–Feldkirch und ein Doppelspurausbau Buchs–Schaan–Feldkirch.  

Wir erwarten, dass die Regierungen von Vorarlberg, Liechtenstein und St. Gallen die Chance nutzen, die vorhandenen Verkehrsprobleme mit einem attraktiven öffentlichen Verkehr nachhaltig zu lösen, betont Gschwend.

Suche
Newsletter
Abonnieren Sie unseren Newsletter!
Direkte Links