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Willkommen bei den Grünen Kanton St. Gallen
Das alte Marktstädtchen und die traditionsreiche Weinkellerei Haubensak standen am Samstagnachmittag im Mittelpunkt der Neujahrsbegrüssung der Grünen Partei Rheintal.
Altstätten. Ein rundes Dutzend Rheintaler Grüne trafen sich am Samstagnachmittag in Altstätten. Ihr Vertreter im Grossen Rat des Kantons St. Gallen, Meinrad Gschwend, führte seine Partei durch die malerische Altstadt. Anschliessend öffnete Heini Haubensak seinen Weinkeller.
Interessante Führungen
Meinrad Gschwend verstand es, den Parteimitgliedern auf einem zwar äusserst kalten, aber interessanten Rundgang Altstätten näher zu bringen. Anhand architektonischer Eigenheiten sowie dekorativer oder technischer Details gab er seinen Freunden einen Einblick in die kulturellen, geschichtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge der alten Rheintaler Metropole. Bestimmende Faktoren waren dabei in erster Linie die Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Evangelischen in der paritätischen Gemeinde sowie der Reichtum und die Weltoffenheit der Baumwollhändler.
Auch der Weinbau spielte in der Altstätter Geschichte immer wieder eine grosse Rolle. So war es denn sinnvoll, den Stadtrundgang in einer Weinkellerei zu beenden und zwischen den grossen Eichenfässern von Heini Haubensak aufs neue Jahr anzustossen. Fünf qualitativ hochstehende Altstätter Weine servierte der Hausherr seinen Gästen. Er verstand es, aufzuzeigen, wie der Altstätter Wein in den letzten Jahrzehnten an Qualität gewonnen hat, und führte dieses neben dem Anbau neuer Sorten, der Mengenbeschränkung pro Quadratmeter und der Verbesserung der Anbaumethoden nicht zuletzt auch auf die Klimaerwärmung zurück.
Erfolgreiches 2008
In seiner Ansprache zum neuen Jahr blickte Parteipräsident René Sieber, Widnau, vorerst auf die Wahlen 2008 zurück. Vor allem sah er es als Erfolg, dass die Grünen trotz der Verkleinerung des Parlamentes mit Meinrad Gschwend ihren Sitz im Kantonsrat behalten konnten. Dass dies einer Partei mit im ganzen Wahlkreis nur gerade 22 eingeschriebenen Mitgliedern möglich ist, zeigt, dass die Partei zwar über wenig Mitglieder, jedoch eine breite Wählerschaft verfügt.
Ebenfalls freute sich René Sieber, dass zwei Parteimitglieder zu Richterinnen im Kreisgericht gewählt wurden. Es sind dies Jeanine Bischof, Thal, und Rosmarie Sieber, Widnau.
Wichtige Arbeit haben die Grünen 2008 auch auf dem Gebiet des Öffentlichen Verkehrs geleistet. In grenzüberschreitender Zusammenarbeit haben sie sich gemeinsam mit den Grünen Vorarlberg für eine Verbesserung des ÖV eingesetzt und damit erste Resultate erzielt.
Diese Gespräche über alle Grenzen hinweg sollen selbstverständlich im kommenden Jahr fortgesetzt werden, denn für die Grünen hören Natur, Lebensraum und politisches Engagement am Rhein nicht einfach abrupt auf.
Krise als Chance
In der Ende Jahr angebrochenen Finanz- und Wirtschaftskrise sieht <personname w:st="on">René Sieber</personname> auch eine Chance. Es ergebe sich die Gelegenheit zu einem Umdenken, wie es die Grünen schon lange gefordert hätten. In alternativen Technologien zur Einsparung von Energie und zur Gewinnung erneuerbarer Energien lägen die Chancen für einen neuen Aufschwung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen und neue Gewinnmöglichkeiten.
Darauf werden die Grünen setzen, sagte Sieber, und erteilte gleichzeitig dem Ruf nach neuen Atomkraftwerken eine klare und unmissverständliche Abfuhr.









