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Rheintaler Grüne gegen neue AKW



Landtagsabgeordneter Bernd Bösch , Kantonsrätin Susanne Hoare-Widmer, Klubobmann Johannes Rauch und Kantonsrat Meinrad Gschwend erläutern in Dornbirn den möglichen Ausstieg aus der Atomenergie

DORNBIRN. Die Grünen auf beiden Seiten des Rheins erläuterten im Rahmen der Messe Dornbirn ihren Standpunkt zur Atomenergie. Es referierten Grüne-Politiker von beiden Seiten des Rheins.

«Die Renaissance der Atomkraft in der Schweiz braucht eine deutliche Antwort aus Vorarlberg», lautet die grenzübergreifende Botschaft des grünen Rheintaler Kantonsrats Meinrad Gschwend. Diese Antwort ist zweifach. Erstens Ausstieg aus der Atomkraft und zweitens Ausbau der erneuerbaren Energien.

«Es wird in den kommenden Jahren ein weiteres Atomreferendum geben», assistiert die Fraktionspräsidentin der Grünen im St. Galler Kantonsrat, Susanne Hoare-Widmer. «Am besten unterstützen wir den Schweizer Atom-Widerstand dadurch, dass wir die Energiewende in Vorarlberg vollziehen», ist der Energiesprecher der Vorarlberger Grünen, Landtagsabgeordnete Bernd Bösch, überzeugt. «Der Widerstand in der Schweiz kann nur grenzüberschreitend erfolgreich sein», zieht Klubobmann Johannes Rauch Bilanz. Und es soll eine grenzüberschreitende Kooperation für die Energiewende geben. Das Energieinstitut soll Kooperationsprojekte mit Schweizer Organisationen anbieten.

In Vorarlberg gibt es seit vielen Jahren in allen im Landtag vertretenen Parteien und in der Bevölkerung einen breiten Konsens darüber, dass Atomkraftwerke gefährlich, teuer und keine nachhaltige Form der Energiegewinnung sind. Es ist aus Vorarlberger Sicht daher erfreulich, dass sich jetzt in der Schweiz der Widerstand gegen die Ausbau- und Endlagerpläne der Schweizerischen Atomlobby formiert. Die Atomgegner dies- und jenseits des Rheins sind sich einig, wie der Weg in eine zukunftsfähige Energiepolitik ausschaut: «Raus aus fossiler Energie und Atomkraft, rein in Energieeffizienz und erneuerbare Energie.»

Wer in der Ablehnung der Atomkraft glaubwürdig sein will, muss beweisen, dass die Energieprobleme mit Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien schneller, billiger und sicherer gelöst werden können als mit dem Auslaufmodell der Atomenergie. Wir müssen daher sowohl in Vorarlberg wie auch im Kanton St. Gallen möglichst schnell den Verbrauch reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien erhöhen, war das Credo der Veranstaltung. (pd)

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Der Vorstand der Grünen Rheintal in der Diskussionsrunde.






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